Zwischen Himmel und Asphalt – warum ein Balkon ohne Netz kein Ort für Katzen ist

Ein Balkon kann für eine Katze so viel mehr sein als nur ein Stückchen draußen. Er bietet frische Luft, Sonnenstrahlen, neue Gerüche, spannende Geräusche – ein frei zugänglicher Balkon ist für unsere Samtpfoten wie ihr eigenes „Meow-flix“, ein Fenster zur Welt, das ihre Lebensqualität ungemein steigert. Sie können in der Sonne dösen, Vögel und Eichhörnchen beobachten, Menschen und andere Tiere draußen verfolgen. Für viele Wohnungskatzen ist der Balkon einer der wichtigsten Ressourcen in ihrem Alltag.
Doch genau dieser Zugang zur Freiheit kann zur tödlichen Falle werden, wenn der Balkon nicht vollständig abgesichert ist. Katzen haben keinen natürlichen Höheninstinkt und keine Angst vor Höhen – im Gegenteil: Sie lieben erhöhte Aussichtspunkte, balancieren gern auf Geländern und sind fasziniert von allem, was sich draußen bewegt. Doch schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht: Ein lautes Geräusch, ein Schreck, ein instinktives Hinausjagen nach einem Vogel – und die Katze kann über das Geländer stürzen.
Wir haben so viele Katzen verloren, gerade in den ersten Jahren unserer Arbeit, nur weil die Balkone ungeschützt waren. Bei jedem einzelnen dieser Unfälle war es für alle Beteiligten ein traumatisches Erlebnis – diese lieben, weichen Körper, die wir so sehr geliebt haben, verletzt oder gar tot am Boden liegen zu sehen. Ein Sturz aus großer Höhe kann Wirbelbrüche, schwere Knochenverletzungen, Druck auf das Rückenmark und damit bleibende Schmerzen oder Lähmungen verursachen. Manche Katzen überleben diese Stürze nicht.
Und warum? Für ein paar hundert Euro Netz.
Es klingt banal, fast lächerlich im Vergleich zu dem Verlust, den man erleidet. Aber genau hier müssen wir innehalten: Eine Investition in ein professionell angebrachte Schutznetz ist keine Luxusausgabe, sondern ein Akt der Fürsorge – ein Schutzschild zwischen deinem geliebten Tier und einer potenziell tödlichen Gefahr.
Ein Netz macht den Balkon zu einem sicheren Erlebnisraum. Ja, selbst wenn du deinen Balkon regelmäßig im Blick hast: Katzen sind schnell, unberechenbar und Handlungen im Bruchteil einer Sekunde können dramatische Folgen haben. Selbst der verantwortungsvollste und aufmerksamste Katzenhalter sollte nicht darauf vertrauen, dass ein offener Balkon „schon gut gehen“ wird.
In Deutschland passieren jedes Jahr zahlreiche Stürze von Katzen von Balkonen, oft mit schweren oder tödlichen Folgen.
Ein Sturz vom Balkon endet oft mit:
Wirbelsäulenbrüchen
inneren Verletzungen
Lähmungen
Und die traurige Wahrheit ist: Viele dieser Unfälle wären vermeidbar gewesen, hätte es einen Schutz gegeben.
Tipps für Katzenhalter – auch wenn du zur Miete wohnst
Wenn du zur Miete wohnst und ein Netz anbringen möchtest, sprich mit deinem Vermieter – aber formuliere es klug:
Sag nicht einfach „…für die Sicherheit der Katze…“
Sondern:
👉 „Ich möchte ein modernes Schutznetz installieren, um mein Apartment zusätzlich gegen Fledermäuse, Vögel und andere unerwünschte Tiere zu sichern, die Krankheiten ins Haus bringen können.“
Das versteht jeder Vermieter und zeigt ihm einen praktischen Nutzen der Maßnahme.
Gerne können wir gemeinsam nach einem geeigneten Schreiner oder Fachbetrieb suchen, der Erfahrung mit Katzenschutznetzen hat. Wichtig ist, dass die Arbeit fachgerecht und stabil ausgeführt wird – am besten direkt durch den Inhaber oder einen erfahrenen Monteur. So könnt ihr sicher sein, dass der Balkon wirklich dauerhaft und zuverlässig abgesichert ist.
💛 Ein Netz kostet ein paar hundert Euro.
Eine Katze kostet ein Herz, das niemals wieder heilt.
Dieses Netz kann Leben retten. Nicht irgendwann, nicht vielleicht – sondern jedes einzelne Mal, wenn eine Katze neugierig über den Rand blickt. Lass nicht zu, dass ein ungeschützter Balkon der letzte Moment im Leben deines Tieres wird.
